19.05.2012

Sagen Sie uns Ihre Meinung. Was ist Ihnen wichtig?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung.Zum Formular
Sie befinden Sich hier:
  1. Startseite
  2. Fragen & Antworten
  3. Infrastruktur und Technik

Fragenkatalog für den Themenkomplex:
Infrastruktur und Technik


Frage 1:
Warum ist eine Start- und Landebahnverlängerung am Dortmund Airport überhaupt notwendig?

Antwort:

Eine Start- und Landebahnverlängerung am Dortmund Airport ist notwendig, damit die heute schon im Kurz- und Mittelstreckenverkehr gebräuchlichen Flugzeugtypen der Boeing B737- und Airbus A320-Familien auch in Zukunft sicher und ohne Einschränkungen starten und landen können. Schon heute ist die Start- und Landebahn bei bestimmten Wetterbedingungen (Nässe und hohe Temperaturen) zu kurz.

Vertiefung: Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 7

Frage 2:
Warum reicht die bisherige 2.000-Meter-Start- und Landebahn am Dortmund Airport nicht aus?

Antwort:

Die Länge der Start- und Landebahn am Dortmund Airport beläuft sich heute auf 2.000 Meter. Davon dürfen für Landungen wegen der nach innen versetzten Schwellen aber nur 1.700 Meter genutzt werden – nicht zuletzt aus Gründen des Lärmschutzes für die angrenzende Wohnbebauung. Das ist die kürzeste Landestrecke aller NRW-Flughäfen.

Der Trend zeigt, dass die im Kurz- und Mittelstreckenverkehr eingesetzten Flugzeugtypen immer größer und schwerer werden. In Abhängigkeit von Triebwerksleistung und Wetterbedingungen (Temperatur, Nässe) benötigen die neuen Flugzeugtypen deutlich längere Start- und Landebahnlängen. Für die derzeit gebräuchlichen Flugzeugtypen der Boeing B737- und Airbus A320-Familien ist die Start- und Landebahn in Dortmund bei bestimmten Wetterbedingungen (beispielsweise Nässe und hohe Temperaturen) schon heute zu kurz.

Vertiefung: Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 7

Frage 3:
Warum soll die Start- und Landebahn ausgerechnet auf 2.800 Meter ausgebaut werden?

Antwort:

Die Berechnungen für die Start- und Landebahnlänge beziehen sich auf die gebräuchlichen Flugzeugtypen der Boeing B737- und Airbus A320-Familie. Für den Airbus A320-200 mit „schwachen“ Triebwerken ist bei einer Temperatur von 35 °C eine Startbahnstrecke von 2.780 Metern erforderlich. Die Startstrecken der Flugzeugmuster A 319, A 321, B737-700 und – 800 liegen darunter.

Vertiefung: Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 7

Frage 4:
In welche Richtung soll die Start- und Landebahn am Dortmund Airport verlängert werden?

Antwort:
Für die Verlängerung der bestehenden Start- und Landebahn um 800 Meter wurden bislang die folgenden Ausbau-Varianten geprüft:
  • Verlängerung um 800 m nach Osten
  • Verlängerung um 400 m nach Osten und 400 m nach Westen
  • Verlängerung um 150 m nach Osten und 650 m nach Westen
  • Verlängerung um 800 m nach Westen
Nach Auffassung der Gutachter ist – nicht zuletzt aus ökologischen Gründen – eine Verlängerung nach Westen die optimale Variante.

(Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 13 f)
Frage 5:
Könnte der Bau einer neuen Start- und Landebahn oder eine Drehung der vorhandenen Start- und Landebahn am Dortmund Airport für weniger Betroffene sorgen?

Antwort:
Darauf liefern die Gutachten keine Antwort, weil eine Drehung der Start- und Landebahn nicht Gegenstand der Untersuchungen war. Tatsächlich lässt sie sich eine Drehung aus topografischen Gründen auch nicht realiersen.
Frage 6:
Ist eine Verlegung des Dortmund Airport an eine andere Stelle eine Alternative zum Ausbau der Start- und Landebahn?

Antwort:
Die Frage war nicht Gegenstand der Gutachten. Tatsächlich ist ein neuer Flughafen-Standort auch weder Gegenstand der regionalen Entwicklungsplanung noch der Luftverkehrskonzeption des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein neuer Standort wäre zugleich mit Investitionen für eine völlig neue Flughafen-Infrastruktur verbunden, wie sie am gegenwärttigen Standort bereits zur Verfügung steht.

Frage 7:
Welche Infrastruktur-Maßnahmen müssen auf Grund der steigenden Passagierzahl am Dortmund Airport ergriffen werden (Terminal, Straßenanbindung, Parken etc.)?

Antwort:
Mit Blick auf die zukünftige Passagierentwicklung am Dortmund Airport (für 2020 werden 3,6 Mio Passagiere für den Nullfall und 4,4 Mio. Passagiere für den Ausbaufall prognostiziert) muss das Terminal aus- und umgebaut werden. Schon heute wird es in den Ballungszeiten, wenn mehrere Maschinen abgefertigt werden, recht eng im Bereich der Abfertigungsanlagen. Die ersten Ausbau- und Modifizierungsmaßnahmen sind in die Wege geleitet worden, so dass die vorhandene Infrastruktur in einem mehrjährigen Programm Zug um Zug den Anforderungen angepasst werden kann. Mehr dazu unter

Vertiefung:
http://www.dialog-dortmund-airport.de/airport-info/planung/um--und-ausbau-des-terminals/

Bereits seit längerer Zeit ist eine neue Anschlussstelle der Autobahn A44/B1 im Nordosten der Gemeinde Holzwickede geplant. Sie soll in Höhe des bestehenden Ölpfads entstehen. Sie ermöglicht eine zweite Anbindung an das überregionale Straßennetz, wenn die Passagierzahlen in absehbarer Zeit über die Drei-Millionen-Grenze hinaus wachsen.

Vertiefung:
http://www.dialog-dortmund-airport.de/airport-info/planung/verbesserung-der-verkehrsanbindungen/

Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 15

Frage 8:
Wie beeinflusst der Lieferverkehr als Folge des Ausbaus künftig den fließenden Verkehr im Umfeld des Dortmund Airport?

Antwort:
Die von Bund und Land geplanten Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur im großräumigen Umfeld des Flughafens führen zu einer verbesserten Erreichbarkeit des Flughafens. Keine der Ausbauvarianten verändert die äußere Anfahrtsituation.

Die aus dem zukünftigen Fluggastaufkommen resultierenden Verkehre, dazu gehört auch der Lieferverkehr, sind bei bei den Straßenplanungen für den Individualverkehr berücksichtigt. Das Verkehrsaufkommen wird tendenziell steigen.
Frage 9:
Wie wird sich der Ausbau der Autobahn A 44 auf sechs Spuren für die Anwohner rund um den Dortmund Airport auswirken?

Antwort:
Neben der verbleibenden vorhandenen Anbindung über die Nordstraße in Holzwickede wird der Flughafen durch die weitere Anschlussstelle der Autobahn A44/B1 im Osten eine optimale Anbindung an das überregionale Straßenverkehrsnetz erhalten. Es ist anzunehmen, dass sich die Fahrten zum Flughafen besser verteilen als heute.
Frage 10:
Wird es in absehbarer Zeit eine direkte Anbindung des Dortmund Airport per Schiene geben?

Antwort:
Die Flughafen Dortmund GmbH wünscht sich eine direkte Anbindung des Flughafens an das regionale Schienennetz bzw. das Stadtbahnsystem. Dazu ist eine Trassenführung vorgesehen, die im Wsten an das Dortmunder Stadtbahnnetz anschließt und über dem Dortmund Airport bis zum Bahnhof Holzwickede/Dortmund Airport reicht. Diese Strecke ist sowohl als klassische Schienen- als auch als Hochbahn-Verbindung denkbar. Ziel ist es, die Trasse im Zuge weiterer Planungen freizuhalten. Konkrete Verfahrensschritte wurden bisher nicht eingeleitet.

Vertiefung:
http://www.dialog-dortmund-airport.de/airport-info/planung/verbesserung-der-verkehrsanbindungen/

Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 15

Frage 11:
Inwiefern hat die topographische Lage des Dortmund Airport Berücksichtigung bei der Ausbauplanung 2020 gefunden?

Antwort:
Das Gelände des Dortmund Airport weist ein Gefälle von Westen nach Osten auf. Diese topographischen Voraussetzungen wurden bei der Planung der Flugbetriebsflächen und bei der Ermittlung der Hindernisfreiflächen für den An- und Abflug berücksichtigt. Die Neigung bzw. Steigung der Start- und Landebahn muss entsprechend angepasst werden, um eine Bahnlänge von 2.800 m zu realisieren. Dabei hat sich der Dortmund Airport an internationalen Vorgaben und Richtlinien zu orientieren.

Vertiefung: Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 6, Seite 14
Frage 12:
Welche Anflugverfahren sind für den Dortmund Airport vorgesehen und weichen diese von den heutigen Verfahren ab?

Antwort:
Für den Dortmund Airport existieren von der Deutschen Flugsicherung standardisierte An- und Abflugverfahren. Der Anflug erfolgt in einem Drei-Grad-Winkel, beim Abflug sollen die Flugzeuge so schnell wie möglich an Höhe zu gewinnen. Veränderungen im An- und Abflugverfahren sind nicht geplant.

Vertiefung:
http://www.dialog-dortmund-airport.de/airport-info/umwelt---klimaschutz/fluglaerm/
Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 11 f
Frage 13:
An welchen topografischen Bedingungen muss sich ein Ausbau des Dortmund Airports orientieren?

Antwort:
Das Gelände des Dortmund Airport weist ein Gefälle von Westen nach Osten auf. Um eine Bahnlänge von 2.800 m zu realisieren, ist eine bestimmte Neigung bzw. Steigung der Start- und Landebahn erforderlich. Zur Herstellung der Flugbetriebsflächen und zur Einhaltung der Hindernisfreiheit muss Erdreich bewegt werden: Bei einer Verlängerung in Richtung Osten muss Erdreich aufgetragen, bei einer Verlängerung in Richtung Westen abgetragen werden.

Vertiefung: Gutachten Flugbetriebliche Berechnungen / Technische Planung und Erschließung, Seite 13 f