Fragenkatalog für den Themenkomplex:
Wertschöpfung
Frage 1:
Welche Auswirkungen hat ein Ausbau des Dortmund Airport auf die lokale Wirtschaft (Arbeitsplätze etc.)?
Antwort:
Die Prognosen des Gutachtens umfassen sowohl direkte Effekte, die durch Unternehmen auf dem Airportgelände erzeugt werden, als auch Effekte innerhalb einer Region von 50 Kilometern rund um den Dortmund Airport. Daneben werden so genannte induzierte Auswirkungen berechnet. Dies umfasst Ausgaben von Beschäftigten, die direkt am Flughafen getätigt werden oder indirekt von der Existenz des Flughafens abhängen. Sie führen zu zusätzlicher Nachfrage und haben damit auch Auswirkungen auf Wertschöpfung, Beschäftigtenzahlen und Einkommen. Das vorliegende Gutachten berechnet die Bruttowertschöpfung, die Beschäftigungszahlen und das erzielte Einkommen sowohl für die Prognose Ausbau- als auch den Nullfall.
Für den Ausbaufall errechnen die Gutachter eine regionale Bruttowertschöpfung von circa 389 Millionen Euro pro Jahr. Die Anzahl der Beschäftigten liegt bei 5.840 Personen, die ein Einkommen von 173 Millionen Euro erwirtschaften.
Die Prognose für den Nullfall rechnet mit einer Bruttowertschöpfung von 326 Millionen Euro pro Jahr (63 Millionen Euro weniger als im Ausbaufall). Die Anzahl der Arbeitsplätze liegt bei 4.910 (930 weniger als die Prognose für den Ausbaufall) und das erwirtschaftete Einkommen würde bei 144 Millionen Euro liegen (33 Millionen Euro weniger als im Ausbaufall).
Vertiefung: Gutachten „Prognose der regionalwirtschaftlichen Effekte“ Seite 60 ff
Frage 2:
Welche wirtschaftlichen Auswirkungen kann der Ausbau bis ins Jahr 2020 hinein direkt und indirekt für die Stadt Dortmund und für die Region (kurzfristige Arbeitsplätze durch die Bautätigkeit durch Vergabe an Unternehmen vor Ort, dauerhafte Arbeitsplätze in Dortmund und in der Region) haben?
Antwort:
Zu den direkt entstehenden kurz- bzw. mittelfristigen Arbeitsplätzen im Zuge des Ausbaus nehmen die Gutachten keine Stellung.
Die Prognosen beziehen sich auf die Region in einem Umkreis von 50 Kilometern um den Dortmund Airport herum. Die direkten Effekte im Ausbaufall gliedern sich in Bruttowertschöpfung, Beschäftigungszahlen und das von den Beschäftigten erzielte Einkommen: Die Bruttowertschöpfung wird voraussichtlich 229 Millionen Euro betragen. Die Anzahl der Beschäftigten wird von heute 1.679 auf 3.200 Angestellte steigen, die voraussichtlich ein Einkommen von 110 Millionen Euro erwirtschaften werden.
Für den Nullfall erwarten die Gutachter eine Bruttowertschöpfung von 197 Millionen Euro (minus 32 Millionen Euro). Die Anzahl der Beschäftigten läge dann bei 2.730 (minus 470 Arbeitsplätze), deren erwirtschaftetes Einkommen 92 Millionen Euro betragen wird (minus 18 Millionen Euro).
Daneben gibt es indirekte und induzierte Effekte. Indirekte Effekte entstehen bei Herstellern von Vorleistungen und Investitionsgütern. Induzierte Auswirkungen bezeichnen Ausgaben von Beschäftigten, die direkt am Flughafen getätigt werden oder indirekt von der Existenz des Flughafens abhängen. Sie führen zu zusätzlicher Nachfrage und haben damit auch Auswirkungen auf Wertschöpfung, Beschäftigtenzahlen und Einkommen.
Für den Ausbaufall ergeben sich für die Region die folgenden Prognosen: Die regionale Bruttowertschöpfung liegt bei 389 Millionen Euro. Die Anzahl der regional Beschäftigten steigt auf 5.840 mit einem Gesamteinkommen von 173 Millionen Euro. Die Prognosen für den Nullfall bleiben darunter: Die Bruttowertschöpfung beträgt 338 Millionen Euro (minus 63 Millionen €). Die Beschäftigung erreicht 4.910 (minus 930 Arbeitsplätze) bei einem Einkommen von 144 Millionen Euro (minus 33 Millionen Euro). Hinzu kommen für den Ausbaufall fiskalische Einnahmen in Höhe von 75,6 Millionen Euro.
Vertiefung: Gutachten „Prognose der regionalwirtschaftlichen Effekte“ Seite 60 ff
Frage 3:
Wie wird sich der Ausbau des Flughafens auf die Zahl der Arbeitsplätze in Dortmund und in der Region bis 2020 auswirken?
Antwort:
Die Anzahl der direkt am Airport beschäftigten Mitarbeiter lag 2007 bei 1.679 Personen. Diese Zahl ist die Basis für die Prognosen. Das vorliegende Gutachten unterscheidet zwischen direkten, indirekten und induzierten Effekten. Die Beschäftigtenzahl wird (direkt) im Nullfall für 2020 auf 2.730 Arbeitsplätze steigen. Im Ausbaufall entstehen zusätzlich 470 (direkte) Arbeitsplätze.
Die prognostizierte Entwicklung der Beschäftigten im Null- bzw. Ausbaufall zeigt die folgende Tabelle:

Tabelle VI-1 Seite 62 aus dem Gutachten „Prognose der regionalwirtschaftlichen Effekte“
Frage 4:
Welche wirtschaftlichen Effekte hat die Ausweitung der Betriebszeiten am Dortmund Airport?
Antwort:
Die Gutachten geben keine Auskunft über wirtschaftliche Auswirkungen allein aufgrund veränderter Betriebszeiten.
Frage 5:
Welche Bedeutung hat die Luftfracht als Einnahmequelle für den Dortmund Airport?
Antwort:
Die Luftfracht hat eine eher geringere Bedeutung als Einnahmequelle für den Dortmund Airport. Die Prognosen gehen von einer Zunahme der Luftfracht um 6 Prozent bis zum Jahr 2020 aus. Dem liegen globale und regionalisierte Branchenprognosen zugrunde. Der Dortmund Airport wird kaum signifikant besser oder schlechter abschneiden als dieser Trend. Die nötigen Rahmenbedingungen, wie die Länge der Landebahn, bestehen bereits. Daher ist für das Jahr 2020 im Null-, wie auch im Ausbaufall mit rund 20.000 Tonnen Luftfracht zu rechnen.